Zu wenig Fachkräfte am Bau

Das gute alte Handwerk wird doch in der heutigen Zeit mehr benötigt, als wir uns gedacht hätten. Die Baubranche boomt regelrecht und sämtliche Bauunternehmen können sich vor lauter Aufträgen kaum noch retten. Das klingt soweit eigentlich ziemlich positiv, wäre da nicht der Mangel an potentiellen Fachkräften. Der Großteil der Handwerker, Ingenieure, Baggerfahrer und Co. steht tatsächlich kurz vor der Rente. In den letzten Jahren ist die Anzahl an neuen Auszubildenden in der Branche stark zurückgegangen, weshalb eine große Lücke erwartet wird. Derzeit lassen sich die vielen Aufträge gerade noch so meistern. Sollte es in Kürze allerdings keine frischen Fachkräfte geben, können Auftraggeber nur mit einem Platz auf der Warteliste vertröstet werden.

Qualität hat seinen Preis

Baubranche lahmgelegt, neue Kräfte benötigt

Bauaufträge kommen derzeit von allen Seiten. An Arbeit mangelt es der Baubranche weiß Gott nicht. Vor allem hinsichtlich neuer Wohnsiedlungen liegen die Erwartungen hoch. Aufgrund des Ansturms müssen Auftraggeber aber vor allem mit langen Wartezeiten und erhöhten Preisen rechnen. Die Qualität ist heute mehr wert als je zuvor. Die wenigen Fachkräfte, die heute am Bau noch beschäftigt sind, legen sich zwar ins Zeug, doch ist vermehrt mit Verspätungen zu rechnen, trotz der Wiedereinstellung von rund 15% arbeitsloser Baufachkräfte. Wer sich die lange Wartezeit und den hohen Preis sparen möchte, sollte sich demnächst darum kümmern, die richtigen Schuh und Schutzkleidung anzuziehen und selbst Hand anlegen.

Neue Maßnahmen werden ergriffen

Viele Bauunternehmen wagen ihr Glück an Schulen und auf Jobmessen und preisen die verschiedenen handwerklichen Berufe hoch an. Die Mängel an Fachkräften sollten behoben werden, indem Schülern und Studenten interessante Praktika angeboten werden, die nicht ausschließlich aus dem Aufsetzen des Kaffees bestehen, sondern wertvolle Erfahrungen in der Branche bringen sollen. Die Hoffnungen sind groß, dass im kommenden Ausbildungsjahr wieder mehr Lehrlinge an den Start gehen und das Bauwesen in Deutschland auch zukünftig unterstützen und retten.